Heimatverein Seppenrade e.V.

Seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts besteht in Seppenrade ein Heimatverein. Die Zielsetzungen des Verein Seppenrade sind Kultur- und Heimatpflege, Interesse wecken für die Heimatkunde, Pflege des heimatlichen Brauchtums, Aufarbeitung der Ortsgeschichte, Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutz.
www.seppenrade.de

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Heimattag 

„50 Jahre Golddorf Seppenrade“  

Auf die Gemeinschaft kommt es an


Vor 50 Jahren sicherte sich Seppenrade auf Bundesebene den Titel als „Golddorf“. Das wurde am Sonntag mit einem Heimattag ausgiebig gefeiert. Dabei blickten die Seppenrader nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Und etwas zu enthüllen gab es auch.
Das Gold- und Rosendorf hat seit Sonntag einen dritten Titel: „Ammonitendorf“. Den vergab Bürgermeister Richard Borgmann zum Auftakt des Heimattages vor vielen Gästen im Rosengarten.

Eröffnet wurde der erste Heimattag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Dionysius-Kirche, zelebriert von Prädikantin Gaby Christensen von der evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrer Siegbert Hellkuhl von der katholischen Gemeinde St. Felizitas sowie musikalisch gestaltet vom Kirchenchor. Eine würdevolle und dem Anlass entsprechende Eröffnung. Gemeinschaft und Heimat waren die wichtigsten Themen in den Gebeten und Fürbitten.
Viele Kirchenbesucher nutzten die Möglichkeit und schrieben auf einer großen Tafel Stichwörter dazu auf, was Heimat für sie bedeutet, zum Beispiel Geborgenheit, Freunde oder das Geläut der Glocken. „Gemeinschaft besteht aus vielen Menschen, vielen unterschiedlichen Menschen. Das macht Gemeinschaft interessant. 
 Gemeinschaft heißt auch, dass wir miteinander teilen, aber auch unsere Schwäche zeigen“, sagte Christensen in ihrer Predigt. „Auch unsere beiden Kirchengemeinden sind in diesen 50 Jahren zu einer Gemeinschaft geworden. Das wäre vor 50 Jahren nicht denkbar gewesen“, betonte sie. 

„ Wir haben alle Vereine eingeladen, dieses Fest mit uns zu feiern. Und alle machen mit.“

Friedhelm Landfester

Begleitet vom Spielmannszug Klingendes Spiel, den Dorfmusikanten sowie den Banner- und Fahnenabordnungen vieler Vereine, die zuvor schon in der Kirche mit dabei waren, ging es in einem kleinen Umzug zum Rosengarten, wo Friedhelm Landfester , Vorsitzender des Heimatvereins, die Gäste des Heimattages – darunter neben Bürgermeister Borgmann Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann und der Landtagsabgeordnete Dietmar Panske – willkommen hieß.

Motto „Unser Dorf hat Zukunft“

„Wir haben alle Vereine eingeladen, dieses Fest mit uns zu feiern. Und alle machen mit. Wir schauen nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Daher auch das Motto des heutigen Tages ,Unser Dorf hat Zukunft‘. Wir können die Zukunft nur mit breiter Bürgerunterstützung mitgestalten. Damit wollen wir heute beginnen“, hob Landfester hervor. Er bedankte sich bei den Spendern, die die Erstellung der Ammoniten ermöglicht hatten. Die Gestaltung der Südseite des Rosengartens, eine insektenfreundliche Bepflanzung, die Anlage eines Kräutergartens und grünen Klassenzimmers nannte Landfester als nächste Aufgaben, denen er sich mit seinem Team stellen will.
„Mit Stolz und Bewunderung schauen die Bürger der Stadt auf Seppenrade“, so Borgmann in seinem Grußwort, als er ein großes Ortseingangsschild an Landfester überreichte. „Die Jury kam vor 50 Jahren über Seppenrade ins Schwärmen, als sich das Dorf gegen fast 300 Konkurrenten in Deutschland durchgesetzt hatte. 

Hut ab vor der Bürgerleistung“, sagte Schulze Pellengahr. 

„Diese Ammoniten sind zum Wahrzeichen von Seppenrade geworden“ 

Heinrich Westhoff

Christensen und Pfarrer Heinrich Westhoff segneten anschließend die drei Ammoniten, die zuvor vom Bürgermeister, dem Landrat, Landfester sowie Klaus Nieländer, Heinz Delbrügge und seiner Tochter Elke Brandt enthüllt worden waren. „Diese Ammoniten sind zum Wahrzeichen von Seppenrade geworden. Sie sind ein überliefertes Zeichen von Gottes Schöpfungsgeschichte“, betonte Pfarrer Westhoff vor der Einsegnung.
Und so ging es weiter:
Nach der Begrüßung sowie der Einweihung der Ammoniten begann ein Programm im Rosengarten, an dem sich viele Vereine beteiligten. Der SV Fortuna hatte ein Fußballfeld, der Tennisclub ein kleines Spielfeld aufgebaut, die Landfrauen und die KFD warben für ihre Arbeit, Köche des Hotels „Mutter Siepe“ und der Gaststätte Wember servierten westfälische Spezialitäten. Musikalisch sorgten der Spielmannszug, die Dorfmusikanten, die Swingersöhne, Tanzgruppen und Chöre für Unterhaltung. Mit dem Gewitter gegen 16.30 Uhr traten die meisten der zahlreichen Besucher den Heimweg an. Der Auftritt von „Storksbergers Riesen“ wurde daher kurzfristig abgesagt. 

Mit einem Heimattag unter dem Motto
 "Unser Dorf hat Zukunft" 

feierte Seppenrade die Auszeichnung als "Golddorf" auf Bundesebene vor 50 Jahren. 

Fotos: Michael Beer

53. Rosenfest gestartet

Gute Stimmung zum Auftakt
Trotz des ein oder anderen Regenschauers erlebten die Besucher der 53. Ausgabe des Seppenrader Rosenfestes am Samstag einen gelungenen Auftakt.
Von Arno-Wolf Fischer

„Es ist wieder soweit. Es ist Rosenfestzeit“, kündigte der Heimatvereinsvorsitzende Friedhelm Landfester am Samstag unter dem Applaus der zahlreichen Besucher an, die sich vom anfänglichen Regen nicht beeindrucken ließen. Zum 53. Mal lud der Heimatverein auf den Kirchplatz und in den Rosengarten ein, um drei Tage lang zu feiern. Der musikalische Startschuss gebührte wie immer dem Spielmannszug „Klingendes Spiel“, der dieses Mal mit Regenjacken und Schirmen ausgerüstet dem Wetter trotzte.
„Die Eröffnung mit dem Spielmannszug funktioniert einfach immer“, freute sich Landfester, „es ist gut zu wissen, dass sie da sind.“ Ein besonderer Dank ging an die rund 300 ehrenamtlichen Helfer sowie die zahlreichen Unterstützer von der Landjugend bis zur Sparkasse Westmünsterland, die zur Realisierung des Traditionsfestes beitragen. 

Die musikalische Fackel reichten die Spielleute an die „Islinger Musikanten“ weiter, die bereits zum zweiten Mal auf dem Rosenfest spielten und sowohl mit Musik aus ihrer fränkischen Heimat als auch mit Partyhits überzeugten. Petrus war den Seppenradern schließlich mit Einbruch der Dunkelheit doch gnädig und so füllten sich die Bänke schnell mit Feiernden. Ab 20 Uhr öffnete auch der Rosengarten seine Pforten, wo DJ „Dennis Disco“ mit einer Auswahl aktueller Hits für Stimmung sorgte. Die Zweiteilung der Veranstaltung hat sich bewährt, wie Friedhelm Landfester erklärte. So ziehe der Rosengarten viele jüngere Besucher an. Bis in die Nacht wurde auf dem Kirchplatz und im Rosengarten gefeiert, bevor der erste der drei Rosenfesttage ausklang.

Trotz Regenwetter erlebte die 53. Ausgabe des 

Seppenrader Rosenfestes einen gelungenen Auftakt. 

Fotos: Arno-Wolf Fischer